Eine geeinte Welt?

Das sind Umstände. Wer erinnert sich noch an das Jahr 1449? Dort gab es mit Felix V. zum letzten Mal einen Gegenpapst. Also zwei Oberhäupter der katholischen Kirche zeitgleich…

Damit findet man Parallelen zur heutigen Zeit, denn auch heute gibt es mit Papst Franziskus und Papst Benedikt XIV. als zurückgetretenem Papst zwei Personen, die sich zurecht mit dem Titel des Papstes bewegen können.

Doch was bedeutet dieser noch? Diese ganzen Titel sind zu einfachen Zunamen verkommen, die nur noch wenig bedeuten. Und so glaubt heute wohl fast niemand mehr, dass der Papst Gottes Sohn auf Erden ist (wobei wir ja alle seine Kinder sind…) und die Queen wird schon angegangen, wenn sie für mehr Toleranz wirbt. Schließlich hat sie zu winken – das ihr Land gegen die Wand fährt, darum sollten sich tunlichst andere kümmern.

Aber inzwischen geht es den Briten ja schon wieder vergleichsweise gut. Klar, dort ist pures Chaos – aber es kommt schließlich auf das Vergleichsland an. Nehmen wir einfach mal…: Venezuela.

Ein Land, mit Präsident und Gegenpräsident. Der eine ein sein eigenes Volk unterdrückender Mann mit diktatorähnlichen Zügen, der wohl ziemlich sicher nicht legal bei der Wahl im Amt bestätigt wurde. Der andere mobilisiert tausende von Menschen, um gegen den gewählten Präsidenten zu putschen und erklärt sich selbst zum Präsidenten.

Und gerade in solch komplizierten Situationen gibt es ja IMMER einen Gradmesser, nach dem man sich richten kann: Wen unterstützt die Weltpolizei aus Amerika?

Diese haben sich hinter den Oppositionsführer gestellt. Ob sie Maduro ernsthaft beseitigen wollen, bleibt allerdings zu bezweifeln. Denn noch gab es keine Kriegserklärung an ihn, wie es sonst üblich ist.

Allerdings liegt das wohl eher daran, dass es im Postamt der Regierung gerade schon seit über einem Monat zu großem Verzug kommt. Der Grund hierfür ist der Shutdown, bei dem alle Regierungsämter ihre nennenswerten Aufgaben nahezu komplett herunterfahren. Damit ist Donald Trump im Weißen Haus mit abgeschaltetem Hirn wenigstens nicht mehr alleine in den USA. Aber wäre dieses nicht so, dann wären die Truppen sicherlich schon in Amerika und dann hätte nicht der Oppositionsführer, sondern der angebliche Führer der freien Welt die Regierung übernommen.

Das hat ja schon immer gut geklappt. Neben den kleinen Fehlschlägen in Kuba, Vietnam, Korea, Afghanistan und Kuwait gelang es wenigstens 1945 in Deutschland. Mit vollem Erfolg? Das ist am Gedenktag zur Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau heute vor 74 Jahren noch nicht zu beurteilen-klar ist nur, dass eine rechtsgerichtete Partei wie die AfD die Grundwerte unserer Demokratie zu Ungunsten von Migranten, Juden und anderen Minderheitengruppen mit dem Ziel von ein paar Stimmen in Europa mit Füßen tritt.

Und dann ist die russische Aufforderung an Amerika, nicht in die Geschäfte eines souveränen Lands wie Venezuela einzugreifen zwar begrüßenswert, sollte aber keine Maxime werden. Denn man kann immer aufstehen gegen Unterdrückung, Fremdenhass und Intoleranz! Denn eine Wiederholung der Nazi-Zeit ist für mich nicht ansatzweise akzeptabel, auch wenn ins Hirn geschissene Leute den „Vogelschiss“ anscheinend gerne wiederholen wollen. NEIN, NEIN und nochmals NEIN!!!

Geschrieben von Huba Too am 27.01.2019