Zusammen eins

Staatsdoping der russischen Athleten? Ein Riesenskandal! Denkt ihr euch: Was, schon wieder?

Nein, und auch nicht immer noch. Doch diese Affäre ließ das Internationale Olympische Komitee nicht besonders gut aussehen. Und richtig gehandelt wurde auch nicht…

Aber das hatten die Russen ja auch echt gut gemacht: Man sah es gar nicht sofort! Und damit unterschied es sich klar vom staatlichen Doping auf deutscher Seite. Klar, das Land – die Deutsche Demokratische Republik DDR – gibt es heute nicht einmal mehr.

Doch von 1961 bis 1989 waren wir getrennt. Und zwar räumlich. Mit Todeszone und Schießbefehl. Horror. Und das mitten in Deutschland.

Ein paar Relikte dieser Mauer stehen noch – und zwar in der ehemals geteilten Stadt Berlin.

Und so schlecht die Durchsetzungsfähigkeit des IOC bei den Dopingfällen doch war, Vorsitzender Bach tritt eindeutig für die Wiedervereinigung von Nordkorea und Südkorea ein. Schon bei der vergangenen Olympiade war man ein Team, nun durfte man diese Woche das Eröffnungsspiel der Handball-Weltmeisterschaft bestreiten. Als geeintes Team. Und nur 100 Meter von einem Rest der Mauer entfernt – mitten in Berlin…

Gerade dieses Schicksal zeigt doch umso deutlicher: Wir brauchen keine Mauern mehr!!!

Das versteht auch (fast) die ganze Welt. Korea wünscht sich diesen Prozess, Deutschland hat ihn hinter sich, der Kalte Krieg ist auch vorbei. Nur ein einziger Mensch möchte noch unbedingt seine Mauer.

US-Präsident Donald Trump. Inzwischen ist es der längste Stillstand, also sogenannte Shutdown, in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Wobei man nach über zwei Jahren Donald Trump als Präsident wohl sagen kann, dass Stillstand eine sehr gute Nachricht geworden ist. Besser, als wenn weiter internationale Verträge und Abkommen mit Füßen getreten werden…

Dabei sieht man, dass Trump einfach zu spät dran war. Erst wollten die Mexikaner dann doch nicht für eine sie verachtende Mauer bezahlen – O, Wunder! – und dann hatte er auch noch seine Mehrheit bei den Zwischenwahlen verloren.

Wenigstens wird ja kein Land gespalten. Außer durch Trumps Polarisierung. Aber vielleicht haben wir ja Glück und es werden weiterhin Trump-Anhänger und Trump-Gegner in einem Nationalteam spielen – nur halt kein Handball, da sind die Amerikaner nicht einmal dabei.

Und falls alles nicht hilft, kommt vielleicht Helene Fischer nach weiteren vierzig Jahren wieder einmal nach Amerika – und reißt die im Volk natürlich ungeliebte Mauer wie einst David Hasselhoff mit ihren zierlichen – dann aber schon sehr alten – Händen eigenhändig ein…

Geschrieben von Huba Too am 13.01.2019