Wie komme ich von A nach B?

Ironie des Schicksals! Kaum ist Frau Merkel schon angehende Nicht-Kanzlerin, funktioniert in Deutschland nichts mehr. Es ist einfach ungewohnt, drei unsympathische Menschen darum ringen zu sehen, wer als nächstes den Job des Parteivorsitzenden erringen kann.

Wieso schauen wir nicht einfach, was unsere Kanzlerin macht? Sie hat sich nach Südamerika abgesetzt. Aber ganz entspannt – denn mit Fliegen wurde ja erst einmal nichts. Die Maschine konnte nicht fliegen.

Das die Linienmaschinen, die von sich immer stolz sagen, dass sie das sicherste aller Verkehrsmittel sind, besser fliegen als die Staatsflieger überrascht aber nur wenig.

Denn im Gegensatz zum ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Bahn streiken hier zwar in gar nicht mal so langen Abständen die Fluglotsen, Piloten oder Stewardessen. Alles schön und gut, aber dann fallen nur vereinzelt Flüge aus. Bei der Deutschen Bahn streiken schließlich 80% der Züge – und zwar dauerhaft.

Bei einem so sündhaften hohen Wert fliegt man für gewöhnlich hochkant aus dem Verkehr. Aber nicht bei der DB, die wird von Verkehrsminister Andreas Scheuer genauso gelobt wie die Abgasbetrüger der deutschen Automobilindustrie. Und wenn nun keine Diesel mehr durch die deutschen Städte fahren dürfen, sollte das auch für Flugzeuge über den Städten gelten.

Denn so sicher sie auch sind – größere Umweltverschmutzer findet man im gesamten Verkehrswesen nicht. Und damit stellt das Flugzeug der Bundeskanzlerin ein gutes Vorbild dar.

Und nun mal ganz ehrlich? Wer braucht das Flugzeug noch. Schließlich hat einer der Kandidaten auf die kommende Kanzlerschaft, Friedrich Merz, seine eigenen Flieger…

Wenigstens zeigte unser Staat, dass er alle gleich behandelt. Und so hat Angela Merkel auf dem Weg nach Buenos Aires die selben Sorgenfalten getragen wie Ursula von der Leyen beim Betrachten der übrigens immer noch sehr maroden Bundeswehr mit vielen, vielen fluguntauglichen Hubschraubern.

Deshalb bevorzuge ich auch das beste, schönste und auch mit umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel, was in meiner Heimatstadt Münster vollkommen normal ist: Ich fahre Fahrrad. Da bewegt man sich, da hat man frische Luft, da bekommt man gute Laune.

Und wenn man jetzt sagt „Hey, damit kommst du gar nicht nach Buenos Aires!“. Naja, damit hat man wohl Recht. Aber es ist G20-Gipfel da. Wer erinnert sich noch an Hamburg im letzten Jahr??? Ich schaue mir Buenos Aires nur an, wenn es nach diesem Gipfel noch stehen sollte. Und wie könnte das der Fall sein, wenn Mutti die kleinen nervigen Blagen wie etwa Donald Trump länger als geplant allein gelassen hat…

Geschrieben von Huba Too am 02.12.2018