007 – Notruf Bond!

Ich sage nun etwas und schon wird jeder einen Ohrwurm haben: James Bonds Titelmelodie. Traumhaft schön und der Figur sehr angebracht.

Doch jeder wird einen anderen Film vor Augen haben: Adele? Tina Turner? Madonna? Oder das ursprüngliche Titel-Thema aus dem ersten Streifen?

Es ist auch egal. Denn es zeigt, dass sich alle Stars auch damit rühmen können, einen Bond-Text gesungen zu haben. Doch warum ist das so? Was macht James Bond genau? Richtig, er jagt die Bösewichte. Und das ist doch schön. Wenn es weniger Böse gibt, ist das doch erstmal gut.

Die Kollateralschäden, die dabei entstehen, kann man bestimmt verkraften. Schließlich geht es ja ums Große und Ganze. Naja, nicht so ganz. Denn es ist ja gar nicht immer Bond, der die Bösewichte als solche ausmacht.

Da haben wir zum Beispiel in der Realität auch ein Beispiel: Die Bösen, nennen wir sie einfach mal „Andere geFährden Dich“, kurz AFD, haben einen Angriffspunkt ausgemacht: (epische Musik) Den FLÜCHTLING!

Schön wäre es jetzt, wenn Bond gerufen werden würde. Stattdessen haben wir den Verfassungsschutz und die Bundesregierung. Nicht schön, keine Frage – aber immer noch besser als gar nichts. Glaube ich jedenfalls.

Und diese nehmen natürlich sofort die Arbeit auf und kürzen die Beträge, die sowieso nicht zum Leben reichen.

Wahlsprüche wie

Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben! (Union)

oder

Eine Gesellschaft ist nur dann gerecht, wenn alle die gleichen Chancen haben! (SPD)

sind damit natürlich hinfällig.

Aber gut ist ja, dass es noch die Guten gibt. Die Deutschen. Und wofür sind wir neben der brotlosen Kunst der Dichter und Denker noch spätestens seit Jakob Fugger bekannt – die Banken.

Banken, die, wie diese Woche bekannt wurde, durch dubiose Finanzgeschäfte 31,8 MILLIARDEN Euro an dem Staat vorbeimogelten. Ausgeschrieben sind das 31.800.000.000€ und somit sehr viel. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Flüchtlinge man hier damit durchfinanzieren könnte. Sicherlich alle, die bisher gekommen sind und von der AfD und anderen Parteien wie der CSU, die damit ja nun auch auf die Schnauze gefallen ist, so dargestellt werden, als würden sie Arbeitsplätze klauen und die kriminelle Ader einschleppen.

Guten Morgen! Aufwachen! Diese Ader sitzt längst hier. Und zwar nicht in eurem mickrigen Bayern sondern in Frankfurt am Main. Und zwar nicht im Bahnhofsviertel, sondern im Bankenviertel!

Schön wäre ein echter Gentleman nun wahrlich, der die echten Bösen jagt. Aber in England hat man ja gerade genug zu tun, seit den Briten aufgefallen ist, dass der Brexit ja doch irgendwie eher doof ist. Wer hätte das gedacht??? Aber ihr wolltet ja nicht anders.

Also Bond hat „Im Auftrag ihrer Majestät“ zu handeln. Aber vielleicht kann uns ja Q weiterhelfen. Er müsste gar nichts Großes mitbringen. Einen Wahrheitsdetektor für die Bänker, die mit ihren Mittel-„Goldfinger“ in Richtung Staat recken, würde mir schon vollkommen ausreichen.

Mein Anliegen ist halt, dass die Demokratie einen anderen Filmtitel der Filme einnimmt: „Stirb` an einem anderen Tag“. Nicht heute. Nicht morgen. Und hoffentlich auch nicht bei der Landtagswahl nächste Woche in Hessen…

Geschrieben von Huba Too am 21.10.2018