Alles brennt

Ich war diese Woche weg. Im Ausland. Es war ganz schön und ebenso wie die meisten Ausländer in unserem Deutschland konnten auch bei uns die meisten sich sehr gut benehmen.

Aber wie ich es mir bereits in den letzten Wochen dachte: Diese Koalition kann man keine fünf Tage alleine lassen. Was musste man schon wieder alles mit anhören?

Das Hans-Georg Maaßen nach der Menge seiner Skandale bezahlt werden sollte, finde ich im Grunde kein schlechtes Geschäftsmodell. Und hey, das hat doch schon bei den Bänkern der Finanzkrise und bei den VW-Funktionären hervorragend geklappt. Warum das Konzept nicht erweitern? Ich würde gerne in einem Land leben, indem man anständig für das bezahlt wird, was man leistet. Nur das die Koalition bei ihrer Bilanz nach einem halben Jahr Arbeit andere Konzepte bevorzugt, kann man ja dann doch nachvollziehen.

Schließlich könnte mit Ausnahme von Jens Spahn wohl kein Minister von Hartz vier überleben. Und wie es sich für einen guten Actionfilm – oder wird im Kabinett aktuell doch eher ein Trauerspiel dargeboten, wer weiß das schon genau – kommt am Ende doch alles nach dieser Devise:

Wenn wir sterben, dann zusammen!

Und während Horst Seehofer aktuell wohl nach der Bayernwahl, die von der CSU nach aktuellen Umfragen enorm gegen die Wand gefahren wird, nur mit Merkel sein politisches Ansehen zeitgleich verlieren kann, wenn er

a) nach den Vorstellungen über Merkels Ansehen mit Rechten, Nazis oder AfD-Funktionären redet (wenn es da noch einen Unterschied geben sollte…)

b) seinen Vernichtungsplan gegenüber Merkel schnell zum Abschluss bringt.

Ansonsten wird Seehofer wohl noch Ende des Jahres weg sein. Aber mit Rücktritten und dem Gang in die Bedeutungslosigkeit hat er schließlich Erfahrung. Er ist ja nicht umsonst der einzige Bundesgesundheitsminister, dessen Namen man noch ernsthaft kennt. Und wo wir gerade dabei sind: Wie heißt eigentlich der aktuelle? Ist auch egal, interessiert sowieso in Zukunft kein Spahnferkel mehr…

Damit aber wenigstens noch ein bisschen gemeinsam gestorben werden kann, hat die Bundeswehr vor gut zwei Wochen alles verfügbare Gerät nach Niedersachsen geschafft. Und dann hat es „BUFF!!!!“ gemacht. Und schon war die Katastrophe da.

Denn während wir bei der Pflege nur vom Notstand reden, bei Umweltaktivisten von Brandschutzmängeln und bei den Heinis in Berlin von einer ernstzunehmenden Regierung ist ein Brand in Niedersachsen gleich eine Katastrophe.

Welcher der 12 Einwohner in diesem Bundesland rechtfertigt so eine Panikmache? Aber das ist ja noch gar nicht das Schlimmste. Nur gut zwei Wochen nach Ausbrechen des Brandes bemühte sich auch die dafür Verantwortliche, eine gewisse Ursula v.d.L. als Bundesverteidigungsministerin, an den Ort des Geschehens.

Und als ich die Frisur von „Flintenuschi“ sah, habe ich die Ausrufung des Katastrophenzustandes sofort verstanden. Da kommen ja schon die ersten grauen Haare!

Und doch bin ich gerne zurück nach Deutschland gekommen. Denn Zuhause ist es doch am schönsten. Und bevor ich mich mit Ostblockpolitikern beschäftige, dann doch lieber mit Merkel. Naja, oder eben mit einem aus dem Westen. Ossis sind sowieso doof, wenn sie AfD wählen. Macht bei uns in Münster ja keiner….

Geschrieben von Huba Too am 23.09.2018